Michael Wenssler (Basel, Offizin 2)

1474-1491

Typen

Type M/Qu Nutzungszeit Beschreibung
1:121G M9 1472-1480
1*:R M1 Antiqua-Alphabet
Haebler: Typenrepertorium Abt. V, Erg. 2, S. 11 Vs., Nr. 2: hs.: 1* = Type 1b:121G mit größeren Min.
1b:121G M9 1476-1480 wie Type 1:121G,
aber mit Beimischung von Antiqua-Maj.
Haebler: Typenrepertorium Abt. V, Erg. 2, S. 11 Vs., Nr. 2: hs.: Type 1*:R = 1b mit größeren Min.
2:92G M8 1475-1480
3:G M8 1476-1479 Haebler: Typenrepertorium Abt. I, Dr. Dt., S. 15, Nr. 2: hs.: überhaupt vohanden?
4:190G M60 1481-1491
4*:180G M60 1486-1486
5:108G M9 1480-1486 größere Breviertype
5*:108G   M92, verziert 2 Formen (eine: M92A) 1480-1480 kleinere Breviertype
5**:G   M92 bes. F., wohl eher M97 wo? = 5*?
6:92G M14A 1481-1486
7:84G M21 1481-1486
8:90G M99 Zu streichen!
Type des Modus legendi abbreviaturas (H 11467 = M24947, mit Ortsangabe Basel)
Ist nach Haebler: Typenrepertorium Abt. I, Dr. Dt., S. 15, Nr. 2 identisch mit Type 4:91G bei Heinrich Quentell (Köln, Offizin 20) bzw. Type 4*:91G bei Heinrich Quentell (Köln, Offizin 20)
Scholderer weist die Type einer anonymen Basler Druckerei zu (als Type 1:91G bei Drucker des Modus legendi abbreviaturas (H 11467) (Basel, Offizin 8*))
9:90G M21 1483-1488 Sehr ähnlich zu Type 2:90G bei Drucker der Vitas patrum (Straßburg, Offizin 11) und Type 1:90G bei Drucker des Palude (Straßburg, Offizin 11*), aber mehr Doppelformen bei den Majuskeln
A auch ohne Schlaufe am Dach
Möglicherweise gemischt aus Type 10:90G und Type 1:90G bei Drucker des Palude (Straßburg, Offizin 11*), aber auch N2 mit Punkt
Die bei GfT 251 u. 254 als 'rein' bezeichnete Form (s. Abb.) stammt aus GW09534; es handelt sich dabei nicht um Wensslers Type, sondern um Type 2:90G bei Drucker der Vitas patrum (Straßburg, Offizin 11) (vgl. dazu auch GfT 2154 Anm.). Die Unterscheidung zw. 'gemischter' und 'reiner' Form ist daher nicht mehr zu verwenden, die Type ist immer 'gemischt'
Vgl. auch Type 2:90G bei Johann Grüninger (Straßburg, Offizin 12) und Type 9:90G bei Ludwig von Renchen (Köln, Offizin 23) (beide ohne Einsprengungen, nur A ohne Schlaufe, G ohne Sehne und N2//)
10:90G M21 1484-1488
11:78G M21 1486-1488
12:304G 1486-1490 Kanontype
13:158G M68 1486-1490 Große Missaltype
Textura
14:158G M61 1486-1488 Kleine Missaltype
Textura
15:229G M68 1488-1490 Textura
16:64G M47 1482-1491 früher fälschlich Type 18:G bei Johann Amerbach (Basel, Offizin 5)
Z spiegelverkehrt, Mittelbalken nur rechts
wie Type 16*:64/65G, aber nur eine Form des Divis
vgl. auch Type 17:64/65G bei Michael Wenssler (Cluny, Offizin 1)
16*:64/65G M47 1491-1491 ist gleich Type 17:64/65G bei Michael Wenssler (Cluny, Offizin 1)
17:82G M53 1479-1480 Haebler: Typenrepertorium Abt. V, Erg. 2, S. 11, Nr. 2: hs.: Memminger (Kunne: vgl. GfT 307, 838) Typen, in GW 8447 = ISTC id00264200 firmiert: Wenssler 1480
18:134G M50B 1479-1480
19:G M9 1482-1482 Haebler: Typenrepertorium Abt. V, Erg. 2, S. 11, Nr. 2: hs.: ist gleich Type 5:108G, abgefeilt
20:110G M21 1486-1487
21:92G M88 1490-1491 früher fälschlich als Type 15:92/93G bei Johann Amerbach (Basel, Offizin 5)
A2 //
Q2 // mit flachen Sehnen
22:G M27
23:160G 1491-1491 GW 8526 = ISTC id00282700

Rubrikzeichen

Rubr. Form Nutzungszeit Beschreibung
α besondere Form 1481-1486 mit langem Schwanz unten
zu Type 6:92G
β besondere Form 1481-1487 ähnlich Rubrikzeichen α, aber vielfach zerbrochen
Type 7:84G
Type 2:92G
γ normale Form 1486-1487 zu Type 11:78G
δ besondere Form 1490-1491
Type 16:64G

Initialen

Initiale Höhe Nutzungszeit Beschreibung
a 36/42mm 1486-1486 schwarz auf weiß
Kontur-Buchstaben auf gemustertem Grund
verschieden breit
b 55mm schwarz auf weiß
Kontur-Buchstaben
Muster weiß auf schwarz
c 28mm 1479-1479 schwarz auf weiß
Muster
d 13mm 1482-1489 volle Lombarden mit Perlen
dünn
e 10mm 1482-1488 volle Lombarden, teils mit, teils ohne Perlen
f 90mm 1486-1487 Kanon-T auf gemustertem Grund
g 13/16mm 1481-1491 verzierte, z.T. groteske Lombarden
meist mit Perlen
h 7mm 1486-1491 Lombard-Majuskeln ohne Perlen
hs.: 2 Zustände
i 28/32mm 1488-1488 xylogr. Buchstaben (Choral)
k 29/32mm 1488-1488 volle Lombarden
ca. 30 mm
grotesk
Perlen
l 72mm schwarz auf weiß
Muster
m 24/25mm 1488-1488 Lombarden (Choral)
n 70/216mm mit Leiste
Muster
hs.: Kontur-Buchstabe auf gemustertem Grund (A), 70x73 mm, mit Randschnörkeln 216 mm lang (Missale Metense)
o 60mm 1490-1490 [fehlt bei Haebler!]
hs.: voller Buchstabe (E) mit Muster im Corpus auf schwarz auf weiß gemustertem Grund
p 5/6mm 1488-1491 volle Lombarden, meist ohne Perlen
q 2/3mm 1481-1491 Lombarden ohne Perlen
schräg
r 8/9mm 1487-1488 volle Lombarden mit Perlen (C 3266b)
s 262mm 1481-1491 Titelleiste
schwarz auf weiß
Gerank
t 1490-1490 wie Initiale d bei Michael Furter (Basel, Offizin 12), aber schlechter Nachschnitt
u 86/344mm 1488-1488 Metall(?)schnitt
Kalligraphisch verschnörkelte Buchstaben ohne Untergrund und Umrandung
die in Ranken und Tieren, Menschenköpfen oder auch nur mit Schnörkeln auslaufen
etwa 86 mm, mit Ranken bis zu ca.344 mm
b* 45mm schwarz auf weiß
Muster

Drucker- u. Verlegermarken

DrM Höhe Nutzungszeit Beschreibung
I 1476-1488 die Schilde hängen gemeinsam an einer Hirschstange
II 1476-1477 jedes Schild einzeln aufgehängt
Ia 1476-1482
Ib

Titelholzschnitte

TH Höhe Nutzungszeit Beschreibung
A GW 8875

Alternative Namen

Michael Wenssler und Friedrich Biel; Michael Wenssler und Jakob von Kilchen; Michael Wenssler z.T. auf Kosten des Jakob Steinacher genannt Allgouwer

Personen, die mit dieser Offizin in Verbindung stehen

Wenssler, Michael; Steinacher, Jakob; Kilchen, Jakob von; Biel, Friedrich

Literatur

  • Scholderer, Victor: Michael Wenssler and his Press at Basel. In: Scholderer, Victor: Fifty Essays. Amsterdam 1966 S. 46-60.
  • Scholderer, Victor: Basel and Cologne Printing in 1484-1485. In: Scholderer, Victor: Fifty Essays. Amsterdam 1966 S. 63.