Jakob Wolff (Basel, Offizin 9)

1489-1519

Beschreibung

Wolff stammte aus Pforzheim und erwarb 1482 das Basler Bürgerrecht. Erste firmierte Drucke ab 1489, z.T. als Lohndrucke. Nach Wolffs Tod 1519 führte sein Sohn Thomas Wolff die Offizin weiter (vgl. ITB).
Im 16. Jh. gelangten Teile des Typenmaterials von Nikolaus Kessler (Basel, Offizin 8) in den Besitz Wolffs.

Typen

Type M/Qu Nutzungszeit Beschreibung
1:107G M89 1492-1511 Haebler: Typenrepertorium Abt. I, Tab., S. 264/265, Nr. 27: hs.: wohl
auch als größere Breviertype verwendet
2:65G M47 1497-1501
3:84G M88 1492-1499
4:180G M60 1491-1499 Rotunda
5:71G   M49, auch M47 1499-1500
6:160G M62 1495-1502 Auszeichnungstype
Textura
Vgl. Type 9:156G bei Michael Furter (Basel, Offizin 12), Type 2:163G bei Peter Kollicker (Basel, Offizin 7)
Lt. Isaac von Type 2:163G bei Peter Kollicker (Basel, Offizin 7) zu unterscheiden durch J und N
7:108G M99 1492-1511 kleinere Breviertype
8:51G M47 1498-1499
9:93G M100 1487-1487
10:64G M49
11:44G M49 1492-1492 Kleine Marginalientype (z.B. in M15092)
12:108G M49 1492-1492 GW 510: Amerbach Typ. 5:97/106G (jetzt zu Wolff korr.)
Z.T. mit Type 5:97/106G bei Johann Amerbach (Basel, Offizin 5) verwechselt (so z.B. GW 510)
12*:93G M49 1492-1492 vgl. BMC: usually kerned from 108
vgl. Type 12:108G
13:92G M44 1492-1492 I1 m. 2 Dornen
ehemals auch als Type 8*:92G bei Michael Furter (Basel, Offizin 12) verzeichnet
vgl. Type 20*:92G bei Johann Amerbach (Basel, Offizin 5)

Rubrikzeichen

Rubr. Form Nutzungszeit Beschreibung
α besondere Form 1498-1501 etwas hängend
zu Type 3:84G
β normale Form 1498-1499 ε-förmig, Spitzen mittel
Type 2:65G
γ normale Form 1492-1498 dick, Spitzen lang
Type 1:107G
δ besondere Form 1499-1499 klein, schlank, kleiner Kopf

Initialen

Initiale Höhe Nutzungszeit Beschreibung
a 30mm 1511-1511 weiß auf schwarz
Zierinitiale
das Muster greift links über den Rand hinaus
b 30mm 1487-1499 Zierinitialen
w auf tiefschwarzem Grund
ist gleich Initiale b bei Nikolaus Kessler (Basel, Offizin 8)
c 25/30mm 1499-1514 kalligraphisch verschnörkelte Buchstaben in verschiedenen Formen
d 15/16mm 1492-1498 volle Lombarden, mit und ohne Perlen
e 14/15mm 1487-1501 Lombarden mit Perlen
f 6/7mm 1492-1500 Lombarden, meist ohne Perlen
g 47mm 1492-1500 schwarz auf weiß
zweifarbig
hs.:Zierinitiale (B)
wie Initiale a
h 40mm 1492-1492 schwarz auf weiß
Muster
hs.:auf weiß auf schwarz gemustertem Grund
ist gleich Initiale g bei Michael Furter (Basel, Offizin 12)
i 11mm 1498-1511 volle Lombarden meist mit Perlen
k 26mm 1492-1492 volle Lombarden ohne Perlen
l 50mm 1498-1498 xylogr. Buchstaben, kalligr. verschnörkelt (S, H)
m 4mm 1498-1511 Lombarden ohne Perlen
hs.: 16. Jh.(?)
n 20mm 1493-1499 volle Lombarden ohne Perlen
hs.: 16. Jh.(?)
o 3mm 1498-1501 Lombarden
p 3/4mm 1498-1500 Lombarden
(identisch mit Initiale o?)
q 25mm 1498-1501 schwarz auf weiß
auf weiß auf schwarz gemustertem Grund
wie Initiale a
r 16mm 1493-1493 weiß auf schwarz
Muster
wie Initiale q
s 5mm 1492-1501 Lombarden
t 8mm Lombarden
ist gleich Initiale c bei Johann Bergmann (Basel, Offizin 14)

Drucker- u. Verlegermarken

DrM Höhe Nutzungszeit Beschreibung
I 111/112mm 1499-1500 eine Engelsfigur hält zwei Schilde, links Baselstab, rechts Marke

Titelholzschnitte

TH Höhe Nutzungszeit Beschreibung
A 102mm 1498-1498 Accipies mit 2 Schülern
ist gleich Titelholzschnitt B bei Michael Furter (Basel, Offizin 12)
kein Wappen des Bischofs Ortlieb von Chur [Jaeger, Beschriftung der Vorlage]

Alternative Namen

Jakob Wolff für Jakob von Kilchen; Jakob Wolff für Petrus de Posnania; Jakob Wolf von Pforzheim (Hae); Jakob von Pforzheim

Personen, die mit dieser Offizin in Verbindung stehen

Wolff, Jakob; Petrus de Posnania; Kilchen, Jakob von