Peter Drach d.Ä. (Speyer, Offizin 3)

1475-1504

Typen

Type TW-ID M/Qu Nutzungszeit Beschreibung
1:130G ma07016 M59A 1477-1489
2:94G ma07017 M9 1475-1497 mit dt. u. lat. Min.
3:68G ma07018 M38 1477-1483
4:93G ma07019 M14A 1481-1481
4*:84G ma07020 M9 Zu streichen!
Ist = Type 8:84G
5:74G ma07021 M14 1481-1483
5*:73G ma07022   M14 und M47 1483-1485 Zahlreiche Doppelformen
Mischung aus Type 5:74G und Type 5**:71G
Ähnlich Type 16*:71G bei Johann Grüninger (Straßburg, Offizin 12)
In mit zweierlei Minuskeln (vgl. GfT 1897)
5**:71G ma07023 M47 1487-1488 In GW08514 mit zweierlei Minuskeln
6:93G ma07024 M8 1482-1482 Zu streichen!
Ist = Type 6*:120G
Irreführende Größenangabe bei Haebler
6*:120G ma07025   M8 und M9 1482-1484
7:84G ma07026 M21 1480-1490 Z.T. gemeinsam mit Type 7*:84G als größere Breviertype verwendet
7*:84G ma07027 M21 1482-1486 Wie Type 7:84G, aber kleinere Minuskeln
Als kleinere Breviertype verwendet
8:84G ma07028 M9 1482-1488 Oft gemeinsam mit Type 7:84G als Auszeichnungsschrift auf gleich großem Kegel verwendet
Im gedruckten GW fälschlicherweise auch verzeichnet als Type 4*:84G
9:78G ma01172 M21 1486-1488 Wie Type 11:78G bei Michael Wenssler (Basel, Offizin 2), aber sehr kleines
10:156G ma07029 M73A 1489-1495 Maß im gedruckten GW auch fälschlich als 146G angegeben, korrigiert auf 156G
BMC 160G (= P. 10), so auch Ohly-Sack 2236
Rotunda
Majuskeln z.T. als Einsprengungen in Type 12:160G, diese Mischform im GW als Type 10*:180G (bzw. ehemals auch mit kleinerem Maß als 10*:160G) verzeichnet
10*:180G ma07030   M60 (in zwei Varianten) 1486-1493 Mischform mit Einsprengungen aus Type 10:156G
BMC: 180 bzw. 160 (often mixed with letters from 180; = P. 10, confused with the preceding)
Größe korrigiert: ehemals als 10*:160G verzeichnet, jetzt als 10*:180G
Daher wohl Verwechslung mit bzw. Mehrfachverzeichnung als Type 12*:180G (jene zu streichen)
11:90G ma01173 M21 1486-1494
12:160G ma07031   M60 (in zwei Varianten) 1486-1489 Maß wg. der Verwendung als Auszeichnungstype nicht genau zu bestimmen, wohl eher 180G
Rotunda
Zwei Formen des M
Reine Form ohne Einsprengungen
Zur Unterscheidung von Type 10*:180G vgl. Anm. dort
BMC: 180G(!) = P. 10
12*:180G ma01174 M60 Zu streichen!
Lt. gedruckten GW für GW11473 verwendet, dort jedoch die reine -Auszeichnungstype (Type 12:160G), lediglich das Maß ist größer angegeben
Durch die größere Maßangabe Verwechselungsgefahr mit Type 10*:180G
13:80G ma07032 M47 1489-1500
14:52G ma07033 M47 1491-1491
15:92G ma01161 M88 1491-1500
16:71G ma01162 M49 1491-1496
17:170G ma01163 M99 1487-1500 Rotunda
C2 eckig, gefiedert
Formen oft gefiedert
18:93G ma01982 M44 1490-1500 D2 rund und sackiges D mit langer Basis
L1 mit Dornen
T2 rund
Mit Einsprengungen: A1 mit Punkt
l und h ohne Öhr
Punkt auf Basislinie
19:155G ma01997 M68 1486-1510 Größere Missaltype
Textura
In Missalien meist gemeinsam mit Type 22:155G
Wie Type 9:150G bei Johann Prüss (Straßburg, Offizin 14), aber Divis abweichend
20:93G ma07034 M44 1500-1500 Nicht identisch mit Type 18:93G
Sackiges D, Basis kurz und abgeknickt
L mit Schnörkel, zu groß für die Type
b, h, ll mit Schlaufe
d mit und ohne Schlaufe
l meist ohne, seltener mit Schlaufe
c oft auffällig groß und über der Basislinie
í
Punkt mittig
Umgedrehtes z als Fragezeichen
Type erst im 16. Jhd. im Gebrauch (vgl. GW 11214)?
Evtl. nicht Drach, sondern Basel, Straßburg oder Heidelberg?
Alle Merkmale finden sich auch in Type 12:94G bei Heinrich Knoblochtzer (Heidelberg, Offizin 3), Zuweisung jener Type an Knoblochtzer jedoch unsicher
21:278G ma07035 M64 1494-1500 Kanon- und Titeltype
Textura
22:155G ma07036 M99 1497-1510 Textura
In M2439710 zusammen mit Type 9:150G bei Johann Prüss (Straßburg, Offizin 14) (; oder vielmehr Type 19:155G?) als größere Missaltype
22*:130G ma07037 M99 ist Type 22:155G, abgefeilt
nach 1500?
23:160G ma07038 M99 1487-1488 BMC II 487 unterscheided zwei Typen, 156 und 146, die z.T. vermischt erscheinen
BMC 495 IA.8579 (= M35774): BMC 156 (unmixed)
BMC 495 IB.8582-5 (= GW02190): BMC 156 (mixed)
BMC 496 IA.8591 (= M35776): BMC 156 (mixed)
BMC 496 IB.8588 (= GW02125) lt. BMC 146, not distinguished by Proctor
Im GW bei GW02125 u. GW02190 nicht unterschieden. Zu prüfen!
BMC 146 = Type 23*:146G?
23*:146G ma07039 M99 1487-1488 Ist gleich Type 28:146G bei Johann Grüninger (Straßburg, Offizin 12) (= größere Type d. Missale Cisterciense, M24139)
24:130G ma07040 M67 Textura
M-Form erschlossen?
Bisher nur nachgewiesen in GW12885 auf Bl. 28a (Kolumnentitel); im Rest des Druckes Type 1:130G
25:102G ma07041   M22 oder M21? 1487-1487 wie Type 14:102G bei Johann Grüninger (Straßburg, Offizin 12) ()

Initialen

Initiale TW-ID Höhe Nutzungszeit Beschreibung
a ma01983 52mm 1498-1498 schwarz auf weiß
teils weiß, teils voll und mit Zeichnung auf gemustertem Grund
b ma01984 38mm 1498-1498 schwarz auf weiß
volle Buchstaben auf gemustertem Grund
der Grund weiß auf schwarz
c ma01985 36mm weiße Buchstaben auf gemustertem Grund
der Grund schwarz auf weiß
d ma01986 37/38mm 1498-1498 volle Lombarden
grotesk und mit Perlen
e ma01164 14mm 1483-1499 volle Lombarden
grotesk verziert
mit Perlen
f ma01987 6/7mm 1490-1498 Lombarden mit und ohne Perlen
g ma01988 55mm 1490-1490 Zierinitialen mit Blattwerk und Wappen
ohne Randlinie
ist gleich Initiale c bei Erhard Reuwich (Mainz, Offizin 7)
h ma01989 22mm 1498-1500 Lombarden
gemustert
i ma01990 25mm 1496-1496 doppelt vergeben: 1.Lombarden: 25 mm. 2. xylogr. Buchst. 25 mm, beide identisch? zu klären! hs.: (W), 25 x 25 mm, Goff F-319, M-393
k ma01991 67mm 1483-1483 schwarz auf weiß
Figur
hs.: Kal. (D) gemustert, auf gemustertem Grund bildl. Darst. Kastenrahmen
l ma01992 37mm 1483-1483 schwarz auf weiß
Figur
hs.: Kal. (D) Serie
m ma01993 25mm 1497-1500 xylogr. Buchst.
Figur
hs.: z.T. mit Gesichtern, Noten
n ma01994 25mm 1498-1500 Lombarden mit Perlen
o ma01995 53mm 1500-1500 verzierte Lombarden
hs.: ohne Perlen (A), Noten
p ma01996 205/210mm 1493-1497 xylogr., kalligr. Buchst. (I)
verschnörkelt
q ma07042 1493-1493 schwarz auf weiß
Figur
r ma07043 30mm xylogr. Buchst., kalligr
s ma07044 2/3mm 1481-1496 Lombarden
t ma07045 45mm schwarz auf weiß
gemustert
Figur
hs.: (O), darin Bischofswappen, Ecken weiß auf schwarz gemustert
u ma07046 20/25mm 1484-1488 xylogr. Buchst., kalligr
v ma07047 18mm 1493-1493 Konturlombarden mit vollen und leeren Perlen
w ma07048 70mm 1497-1497 schwarz auf weiß
gemustert
Figur
x ma07049 9mm volle Lombarden
z.T. gemustert
y ma07050 3mm 1482-1482 volle Lombarden
z ma07051 8/9mm 1481-1485 volle Lombarden
dünn
verziert
hs.: grotesk, mit Perlen, = Initiale x?
aa ma07052 2mm 1481-1487 volle Lombarden ohne Perlen
bb ma07053 5mm 1485-1489 Lombarden mit und ohne Perlen
cc ma07054 5/6mm 1487-1488 Lombarden
hs.:6/7 mm ist zu groß
dd ma07055 2/3mm 1487-1488 Lombarden
hs.: 3/4 mm ist zu groß
ee ma07056 51mm weißer Buchstabe auf schwarzem Grund
Renaissance-Ornament

Rubrikzeichen

Rubr. TW-ID Form Nutzungszeit Beschreibung
α ma07057 normale Form 1477-1484 mit doppelter Sehne
zu Type 2:94G
β ma01165 besondere Form 1492-1492
zu Type 15:92G
γ ma01166 besondere Form 1491-1492
zu Type 16:71G
δ ma01175 besondere Form 1486-1486
zu Type 7:84G
ε ma07058 handförmig mit 3 Fingern
zu Type 7:84G und Type 16:71G
ζ ma07059 normale Form 1477-1478 groß, derb, Spitzen mittel
zu Type 3:68G
η ma07060 normale Form schlank, weiß breit, Spitzen fast lang
zu Type 12:160G
16. Jh.?
θ ma07061 normale Form nicht dick, Spitzen kurz
zu Type 13:80G
16. Jh.?
ι ma07062 besondere Form , dick, vordere Spitzen lang
zu Type 13:80G
16. Jh.?
κ ma07063 besondere Form

Drucker- u. Verlegermarken

DrM TW-ID Höhe Nutzungszeit Beschreibung
I ma01176 1477-1486 zwei kleine Schilde an vielfach verzweigtem Ast, darin auf schwarzem Grund links ein Drache, rechts ein Baum mit zwei Sternen
II ma07064 104mm 1495-1500 die Chiffre des Druckers im Kreis, als Schildhalter zwei Drachen, deren Schwänze ornamental verflochten sind; oben Blattwerk

Alternative Namen

Peter Drach d.M.; Peter Drach d.J.

Personen, die mit dieser Offizin in Verbindung stehen

Drach d.Ä., Peter; Drach d.M., Peter; Drach d.J., Peter; Drach, Peter

Literatur

  • Geldner, Ferdinand: Die deutschen Inkunabeldrucker. Ein Handbuch d. dt. Buchdrucker d. 15. Jh. Stuttgart, 1968-70 Bd 1 S. 188
  • Geldner, Ferdinand: Das Rechnungsbuch des Speyrer Druckherrn, Verlegers und Großbuchhändlers Peter Drach. Mit Einleitung, Erläuterungen und Identifizierungslisten. In AGB 31(1962) Sp. 885-978.
  • Mäkeler, Hendrik: Das Rechnungsbuch des Speyerer Druckherren Peter Drach d.M. (um 1450-1504). St. Katharinen 2005 (Sachüberlieferung und Geschichte. 38).
  • Digitalisat des Rechnungsbuchs in der Studienbibliothek Dillingen