Johann Fust und Peter Schöffer (Mainz, Offizin 3)

1457-1502

Beschreibung

Fust 1466 gestorben, danach Schöffer allein

Typen

Type M/Qu Nutzungszeit Beschreibung
1:286G   M14C und M66 1457-1499 Große Psaltertype
Ähnlich Type 2:234G, aber häufiger glatte Majuskeln, vgl. z.B. F, N, U
Zahlreiche Doppelformen
2:234G   M14C und M66 1457-1499 Kleine Psaltertype
Ähnlich Type 1:286G, aber häufiger gefiederte Majuskeln, vgl. z.B. F, N, U
Kleinere Minuskeln
3:91G   M27 und M9 1459-1491 Durandustype
Typ. 3 und Type 6:92G: Maj. fast identisch, Min. in Type 6:92G größer als in 3
Haebler: Typenrepertorium Abt. I, Dr. Dt., S. 66, Nr. 3: hs.: Durandustype, kleine Min.
4:140G M67 1467-1495 Spätere Form der B42-Type in Schöffers Besitz
V.a. in den undatierten Donaten mit B42-Type (vgl. GW08698-GW08722) benutzt
In den 1480er Jahren z.T. als Einsprengung in Type 7:149G?
Vgl. Type 1:140G bei Drucker der 42zeiligen Bibel (Johann Gutenberg) (Mainz, Offizin 1)
5:118G   M15 und M8 1459-1499
6:92G   M27 und M9 1460-1500 Große Minuskeln
Type 3:91G und 6: Majuskeln fast identisch, Minunskeln in 6 größer als in Type 3:91G
7:149G   M67 (GfT: und M93) 1478-1500 Als Titeltype und mit Type 9:149G als größere Missaltype
Beschr. unter Haebler: Typenrepertorium Abt. I, Tab., S. 228/229, Nr. 3
8:93G M44 1485-1500
9:149G   M67 und M93 1476-1499 Mit Type 7:149G als kleinere Missaltype
10:118G M13B 1470-1500 Nur verschnörkelte Majuskeln
Meist nur als Init. verwendet, z.T. gemeinsam mit den Minuskeln von Type 5:118G
Gelegentlich fälschlich als 5* bezeichnet

Rubrikzeichen

Rubr. Form Nutzungszeit Beschreibung
α normale Form 1459-1459 meist etwas hängend, obere Spitze kurz, untere sehr lang
zu Type 3:92G bei Johann Froschauer (Augsburg, Offizin 15)

Initialen

Initiale Höhe Nutzungszeit Beschreibung
a 64mm 1457-1486 volle lombardartige Buchstaben mit feiner Verzierung
zweifarbiger Druck
schwarz auf weiß
b 32mm 1457-1479 schwarz auf weiß
Muster
zweifarbig
c 25/50mm 1458-1499 xylogr. Buchstaben
kalligr. verschnörkelt
d 127mm 1489-1492 xylogr. Buchstabe (I)
kalligr.
e 15mm 1457-1499 volle Lombarden ohne Perlen
f 57mm 1500-1500 Lombarden
reich verziert
g 30mm 1488-1492 Kontur-Lombarden, grotesk
h 12mm 1462-1499 volle Lombarden, gedrungen
hs.: (U) Abl.-brief v. 1488, ohne Perlen (= GW 4204? = ISTC ib00529000)

i 12mm 1460-1495 volle Lombarden
hs.: ohne Perlen, Abl. 1489
k 20mm 1462-1462 Kontur-Lombarden, verziert
hs.: (N) Abl.br
l 24/32mm 1492-1499 xylogr. Buchst.
kalligr.
(U)
m 13/14mm 1488-1488 Lombarden, Striche im Balken
Abl. 1488
n 14mm 1488-1488 xylogr. Buchstaben
o 6/7mm 1474-1499 volle Lombarden
p 65mm 1462-1499 xylogr. Buchst. (lombardähnliches I)
q 15mm 1495-1495 xylogr. Buchst.,
kalligr. (W)
(Maximilian 928)
r 12/22mm 1462-1500 volle Lombarden, oft verlängert
s 146mm xylogr. Buchst. (I)
t 30mm schwarz auf weiß
verziert
u 110mm 1462-1467 Lombard-I
einfach
GW 4204 (oder v?) = ISTC ib00529000
v 25mm kräft. Lomb. mit Perlen
GW 4204 (?, statt u?) = ISTC ib00529000
a* 93mm schwarz auf weiß
Muster
zweifarbig

Drucker- u. Verlegermarken

DrM Höhe Nutzungszeit Beschreibung
I 1462-1493 (mit Fust zusammen, auch Schöffer allein): an einem Ast zwei Schilde, darin auf schwarzem Grund links zwei gekreuzte Hakenstäbe, rechts Winkelstab mit drei Sternen
[II] (Schöffer allein): im rechten Wappenschild statt der drei Sterne drei Rosen
16. Jh

Personen, die mit dieser Offizin in Verbindung stehen

Schöffer, Peter; Fust, Johann

Literatur

  • Fuhrmann, Otto Walter: The present location of the Schoeffer Missals (1483-1507). In: Gtbg-Jb.1956, S. 80-83; Peter Schoeffer: Printer of Mainz, Dallas 2003