Johann Higman und Wolfgang Hopyl (Paris, Offizin 21)

1484-1500

Beschreibung

Johann Higman (+1499); GW 10063: [Higman(?), s. aber BMC VIII 228, Facs.33: 105G und 65G

Typen

Type M/Qu Nutzungszeit Beschreibung
1:80R   Q|u-C und seltener Qu|-H 1487-1490 Ähnlich Type 4:80R bei Ulrich Gering (z.T. mit Martin Crantz und Michael Friburger bzw. mit Guillaume Maynial) (Paris, Offizin 2), aber Q und u eng beieinander stehend
ob hierher auch GW 0017610N ist zu prüfen!
2:R Qu|-G
A mit Kopfriegel, Querstrich hoch
h mit Haken nach rechts
i mittel, etwas rechts
an den Balken
klein, hoch, kurz
nach Pr: identisch mit Type 5:100R bei Ulrich Gering (z.T. mit Martin Crantz und Michael Friburger bzw. mit Guillaume Maynial) (Paris, Offizin 2)
3:G   M60 1492-1492 E rund mit einfacher Sehne (?)
P2 gefiedert und //
i mit Strich
4:76G M49 1492-1494 mit Punkt: A1, N2
//: D1, H2, O1, P2, Q1
U mit Innenschnörkel
doppelt
5:63/64G   M49 (und selten M32 aus Typ. 15:62G) 1491-1500 oft mit Type 15:62G () gemischt
wie Type 4:63G bei Georg Mittelhus (Paris, Offizin 20)
eingesprengt: Q1 // gebrochen
6:91G   M88 1492-1495 ähnlich Type 11:93G bei Guy Marchant (Paris, Offizin 13), aber D2 gebrochen
P ohne Dorn
F gerade
R offen
einzelne Antiqua-Maj. eingesprengt (C,I,V)
7:130G M32 1491-1497 mit Punkt: A1 (mit gewundenem Rüssel), D2
C2 eckig
E rund mit Winkelsehne
G Sehne unten
leer: H2, N2 (mit Dreieck), U2 (eckig)
I1 mit Dorn
L2 mit Öhr und Dorn
P mit Sehne und Doppelstrich
||: O und Q gebrochen
franz. S
T rund mit Winkel
8:82G   M88 1494-1500 mit Punkt: A1,N2
//: D1, O2, Q2
leer: H, P2
U mit Innenschnörkel
h mit Häkchen auf der Zeile
i mit Strich undeutlich
9:G M32 1493-1497 kleinere Missaltype, mit Type 10:112G
mit Punkt: A1
//: B1
leer: D2, H2, N2 (vorn lang), P2, U2
||: G
O und Q gebrochen
franz. S
T rund mit Winkelsehne
F2 Querrriegel unterbrochen, links lang
10:112G M32 1490-1500 größere Missaltype
zusammen mit Type 9:G
mit Punkt: A1, P1
leer: D2, H2, N2 (vorn lang), U2
||: G, O und Q gebrochen
I1 mit, S2 breit, ohne Dorn
T rund mit Winkelsehne
GW 10063 = ISTC if00216600 identisch mit BMC VIII 228: 105G?
11:225G M36A 1497-1497 das Vorderteil des M ist gebrochen und enthält eine mit der Spitze hervorragende Sehne
erst 16. Jh.?
vgl. GW [5462] = CIBN I,2 S. 422 = Moreau III 281 = ISTC ib01180500: Nicolas Higman 10.I.1521/1522
12:111G M32 1497-1500 größere (bei Haebler falsch) Missaltype
mit Punkt: A1, N2 (gefiedert)
mit doppeltem Dorn: B2, C2, F2, L2
links starker, rechts schwacher senkr. Doppelstrich: E, T
||: G, U, O und Q gebrochen
senkr. Sehne m. Doppelquerstrich: H, P
I mit Schmörkel
S2 breit, ohne Dorn
13:93G M32 1491-1500 kleinere Missaltype
A2 oben offen, mit Dorn
senkr. Sehne mit Doppelquerstrich: D, H, P
||: G, U, O und Q gebrochen
I2, N2 (mit Punkt) mit doppeltem, S2 breit, ohne Dorn
L2
T mit links starkem, rechts schwachem senkr. Doppelstrich
14:G    M77 (GfT: M68) 1497-1497 (Pergamentmaß)
A rund, oben offen, mit langem Rüssel, Querstrich und Dorn
senkr. Sehne mit Doppelquerstrich: D (vorn gebrochen), P, Q
I2 mit Dreieck
L2 mit doppeltem Dorn
15:62G M32 1490-1498 größere Breviertype
meist vermischt mit Type 5:63/64G ()
links starker, rechts schwacher senkr. Doppelstrich
C2 und E2 rund
großes Rubrum (Rubrikzeichen η)
wie Type 5:63G bei Jean Morand (Paris, Offizin 35), aber wohl etwas kleiner
ähnlich Type 3:62/63G bei Antoine Chappiel (Paris, Offizin 51), aber rundes C2
GW 10063 = ISTC if00216600 kollidiert mit BMC VIII 228: 65G
15*:62G    M32, (hs.:M28 oder M35) 1495-1497 mit Type 15:62G
Haebler: Typenrepertorium Abt. IV, Erg. 1, S. 32/33, Nr. 2(5): hs.: dito kleinere Breviertype, wie Claudin II 238 (Jean Philippe), andere Min., D2, rund mit Sehne T1, U1, Q1, P1 mit Dorn, N2 mit Dorn, B2, I1 mit 2 Dornen, S1 (mit Dorn?) Breviarium Landunense (GW 5364 = ISTC ib01162480): Min. wie Breviarium Tornacense (GW 5479 = ISTC ib01183700), aber im Breviarium Landunense auch andere Maj.
16:G M37 1500-1500 erst nach 1500 gebraucht?
B2, F2, H2, N2, R2 ungewöhnlich
Haebler: Typenrepertorium Abt. V, Erg. 2, S. 150, Nr. 21: hs.: (mit Init. d, e 16. Jhdt?)
17:61G M49 1490-1491 Haebler: Typenrepertorium Abt. IV, Erg. 1, hs. Anhang: hs.: wie Type 4:61G bei Georg Wolff (Paris, Offizin 23)
Maß: 61/62G
18:87G M95 1484-1484 A2, D2H2, N2, O2, Q2: //
G2 leer
C2, E2
U1 //
h ringelgeschwänzt
y Schwanz nach rechts.
19:110G M88 1484-1484 A, U m. Doppelstrich nach rechts unten
C2, E2, T2
D2, H2, N2, O2, P2, Q2: //
L2 m. Haken
h ringelgeschwänzt
y mit Schwanz nach links

Rubrikzeichen

Rubr. Form Nutzungszeit Beschreibung
α normale Form 1488-1491 mit langen Spitzen, unten eingezogen
zu Type 1:80R, Type 17:61G
β normale Form 1492-1494 Spitzen lang
zu Type 4:76G
γ normale Form 1494-1500 Spitzen ziemlich lang
zu Type 5:63/64G, Type 8:82G
δ normale Form 1494-1494 klein, rund, Spitze lang
zu Type 6:91G
ε normale Form 1497-1500 untere Spitze länger, beide etwas eingezogen
zu Type 12:111G
ζ normale Form groß, dick, Spitzen mittel
zu Type 16:G
(nach 1500)
η normale Form 1497-1497 Spitzen lang, etwas divergierend
zu Type 15:62G
θ normale Form groß, untere Spitze aufgestülpt
zu Type 11:225G
erst 16. Jh.?
vgl. GW [5462] = ISTC ib01180500 = CIBN I,2 S. 422
ι normale Form 1497-1500 groß, untere Spitze eingezogen
zu Type 13:93G

Initialen

Initiale Höhe Nutzungszeit Beschreibung
a 25mm 1497-1500 (Figur)
hs.:
weiß auf schwarz gemusterte Buchstaben auf weißem Grund, darin Kopf
einfache Randlinie
b 5mm 1494-1500 Lombarden
c 2mm 1494-1498 Lombarden
d 9mm 1500-1500 volle Lombarden mit Perlen
hs.: zu Type 16:G(16. Jh?)
e 16mm 1500-1500 volle Lombarden mit Perlen
hs.: zu Type 16:G (16. Jh?)
f 24mm 1496-1497 schwarz auf weiß
Kontur
Grund gemustert
g 183mm 1497-1500 Titelleiste
oben Lilienwappen mit 2 Genien
h 10/11mm 1500-1500 volle Lombarden ohne Perlen
i 259mm Leistenstücke, verschieden breit
k 150mm Leistenstücke, verschieden breit
l 15mm 1500-1500 weiß auf schwarz
Blumen
Schrotgrund
m 19mm weiß auf schwarz
Blumen
Schrotgrund
n 4mm 1497-1500 Lombarden
o 9mm 1497-1500 Lombarden ohne Perlen
p 35mm 1500-1500 lombardförmig
im Korpus Figur: Veronika mit Schweißtuch
weiß auf schwarz

Drucker- u. Verlegermarken

DrM Höhe Nutzungszeit Beschreibung
I 115/116mm 1491-1494 über einem Baumstumpf von zwei Bären [Meyer: Doggen] gehaltenes Wappen, darin ein Baum, ein Storch, Hausmarke und vier W, darüber Blattwerk
im Rahmen: Munere vivit amor etc

Titelholzschnitte

TH Höhe Nutzungszeit Beschreibung
Hlzs. 65/75mm keine TitHlzs.! Hlzs. offenbar aus einer Horae-Folge: Johannes-Martyrium, Gnadenstuhl, Maria Heimsuchung in CIBN J-179: [Higman et Hoppyl?] pour Jaumar. Ex. Freising mit 2 Hlzs.: Weltenrichter und Kreuzigung (39-40x24-25 mm) auf dem Titelbl
Hlzs. 104mm Engelchöre, Märtyrer, Himmelskönigin und weiteres himmlisches Personal die Trinität verherrlichend (?) [Jaeger]
Hlzs. 111mm 1497-1497 kein TitHlzs.! zweizonige Stundenbuch-Folge: Gregor-Messe, Johannes im Kessel, Verkündigung, Wurzel Jesse, Heimsuchung, Geburt, Hirten a.d. Felde, 3 Weisen, Darstellung, Flucht, Krönung Mariens, Kreuz, Pfingsten, David u. Goliat

Alternative Namen

Johann Higman; Johann Higman für die Brüder de Marnef; Johann Higman für Jean Petit; Johann Higman für Willem Houtmaert; Johann Higman für Simon Vostre; Johann Higman für Johannes de Campis; Johann Higman für Jean de Marnef; Johann Higman für Andreas Hodian und Jean Alexandre; Johann Higman für Enguilbert und Geoffroi de Marnef; Johann Higman auf Kosten und Veranlassung von Robertus Taquinus; Johann Higman und Wolfgang Hopyl für Enguilbert und Geoffroi de Marnef; Johann Higman und Wolfgang Hopyl für Niclas le Compte; Johann Higman und Wolfgang Hopyl für J.B. und G.H.; Johann Higman, Wolfgang Hopyl und Wilhelm Propst

Offizinen, die mit dieser Offizin in Verbindung stehen

P.B. (Paris, Offizin )