Eucharius Silber (Rom, Offizin 27)

1480-1509

Beschreibung

Auch als Verleger tätig nach 1500

Typen

Type M/Qu Nutzungszeit Beschreibung
1:72G M21 1481-1491 BMC XII 9 unterscheidet eine Type 72G* im Formularium (GW 10202), zu klären!
Wie Type 3:66G bei Adam von Rottweil (Venedig, Offizin 26) auf größerem Kegel, aber J hier nur mit zwei Dornen
1486/87 eckiges C (vgl. BMC)
2:88R Qu| (keine Klassifizierung) 1481-1495 Unterschied zu Type 2*:88R nur beim Qu?
2*:88R Q|u-E 1483-1492 Vgl. Type 1:88R bei Johannes Francigena (Rom, Offizin 31)
3:114R   Qu|-I und Q|u-C 1495-1495 Wie Type 1:112R bei Georg Herolt (Rom, Offizin 28), aber mit Divis und Rubrum
Degering: Wer war der Drucker, S. 195: Silbers Sallusttype (4°6 A 169)
3*a:112R 1480-1480 Haebler: Typenrepertorium Abt. II, Dr. Ausl., S. 97, Nr. 27: hs.: 3*a = 122R 1. Zustand Taf. 2
Degering: Wer war der Drucker, S. 186: 1. Zustand (4°6 A 169)
GW 2206 = ISTC ia00885000
3*b:112R 1483-1485 Haebler: Typenrepertorium Abt. II, Dr. Ausl., S. 97, Nr. 27: hs.: 3*b = 112R Zustand Taf. 3
Degering: Wer war der Drucker, S. 188: 2. Zustand (4°6 A 169)
GW 7124 = ISTC ic00742500
3*c:112R 1483-1486 Degering: Wer war der Drucker, S. 190: 3. Zustand (4°6 A 169)
GW 10545 = ISTC ig00072000
3*d:112R 1485-1495 Degering: Wer war der Drucker, S. 191: 4. Zustand (4°6 A 169)
GW 5016 = ISTC ib01075900
4:109R Q|u-D auch Qu| 1485-1506 BMC: 1493 auch Qu|
5:125G M94 1486-1500
6:92G M88 1489-1501 Schriftschnitt nicht zu unterscheiden von Type 6:92G bei Guillaume Le Roy (Lyon, Offizin 1) und Type 7:92G bei Johann Siber (Lyon, Offizin 6)
Meist mit Rubrikzeichen ζ benutzt
Type 6*:86G ist ein Neuguss mit nur 83-85/86 mm Kegelhöhe (vgl. Tinto: Silber, S. 9, dort als Typ. 4a)
Type 6:92G bei Guillaume Le Roy (Lyon, Offizin 1) und Type 7:92G bei Johann Siber (Lyon, Offizin 6) immer ohne Rubrum
Type 6:92G bei Guillaume Le Roy (Lyon, Offizin 1) mit 93/94mm oder 90mm Kegelhöhe und z.T. mit Einsprengungen aus einer -Type
6*:86G M88 1490-1510 Neuguss von Type 6:92G auf kleinerem Kegel
Vgl. auch Type 6:92G bei Guillaume Le Roy (Lyon, Offizin 1) und Type 7:92G bei Johann Siber (Lyon, Offizin 6)
Meist mit Rubrikzeichen ζ benutzt, Type 6:92G bei Guillaume Le Roy (Lyon, Offizin 1) und Type 7:92G bei Johann Siber (Lyon, Offizin 6) immer ohne Rubrum
Von Eucharius Silber auch noch im 16. Jhd. und ab 1510 von Marcellus Silber benutzt
7:73G M91 1493-1500
8:84R Q|u-C, manchmal wie Qu|aussehend (keine Klassifizierung) [auch Qu|] 1493-1500 Haebler: Typenrepertorium Abt. II, Dr. Ausl., S. 97, Nr. 27: manchmal wie Qu|aussehend
8*:88R Q|u? (keine Klassifizierung) 1500-1500 vgl. BSB-Ink (A-516): Marcellus Silber GW 7339 = ISTC ic00821000
GW 7403 = ISTC ic00839000 [not before 1510]
GW 7405 = ISTC ic00840400 = Inc 3506.5 [not before 1510]
9:65G M48 1494-1494
10:81R Qu|-I 1495-1495
11:146G M18 1495-1500
12:ca.100G 1483-1483 Haebler: Typenrepertorium Abt. II, Dr. Ausl., S. 97, Nr. 27: hs.: A1 m. Punkt; //: O2 (ziemlich hoch); F ordinär; B2, C2 eckig
GW [3429], [342910], neu: [342915] ist wohl vielmehr Type 1:94G bei Benedikt Mayr (Passau, Offizin 1) (GfT 1227)
vgl. Eisermann in: Gutenberg-Jahrbuch 1999 S. 66 Anm. 30
Gr:88Gr 1481-1481

Rubrikzeichen

Rubr. Form Nutzungszeit Beschreibung
α normale Form 1481-1495 klein, Spitzen mittel
zu Type 1:72G
β normale Form 1481-1500 groß, derb, Spitzen kurz
zu Type 2:88R
γ normale Form 1480-1500 groß, rund, Spitzen kurz, fast konvergierend
zu Type 2:88R
δ normale Form 1481-1500 sichelförmig, dünn
zu Type 1:72G und Type 3:114R
ε normale Form 1490-1500 lang, nicht dick, Spitzen divergierend
zu Type 4:109R
ζ normale Form 1489-1500 dick, unten eingezogen, Sehne unten verjüngt
zu Type 6:92G
η normale Form 1493-1500 klein, wenig derb, auffallend tief
zu Type 8:84R
θ normale Form 1495-1495 dünn, länglich, die obere Spitze steigt
zu Type 9:65G
ι normale Form 1485-1500 Kontur, ziemlich groß
zu Type 8:84R

Initialen

Initiale Höhe Nutzungszeit Beschreibung
a 16mm 1491-1509 weiß auf schwarz
Buchstaben mit Blattwerk
b 17mm 1495-1500 prismatische Buchstaben mit Blattwerk, oder Gerank, oder Figuren, oder Ornamenten (anscheinend mehrere volle Alphabete) weiß auf schwarz
c 23mm 1495-1495 ornamentaler Buchstabe (I) mit ornamental - figürlichem Muster
weiß auf schwarz
d 36mm weiß auf schwarz
prismatische Buchstaben (A) mit ornamentalem Muster
e 21mm 1495-1500 Buchstaben und ornamentales, wenig dichtes Blattwerk (auch Blumen)
mit doppelter Randlinie
weiß auf schwarz
f 33mm 1495-1495 weiß auf schwarz
Muster
h 48mm 1495-1495 Buchstaben mit Schlingengerank
weiß auf schwarz
i 3mm 1481-1481 Lombarden
k 5mm 1483-1500 Lombarden
l 40mm Doppelkonturbuchstabe auf gemustertem Grund
weiß auf schwarz
hs.: wie Nürnberg 7: Fratres, Init. a, aber fraglich!
m 31mm xylogr. Buchstaben, verschnörkelt
n 6mm 1490-1509 Lombarden
o 11mm 1490-1500 Lombarden
p 17mm 1495-1499 schwarz auf weiß
ornamentales Blattwerk (C)
q 26mm weiß auf schwarz
ornamentales Blattwerk
r 9mm 1495-1500 Lombarden
s 25mm 1500-1500 xylogr. Buchstaben
t 34mm weiß auf schwarz
Initiale (R) mit Akanthusmuster im Corpus und Innenraum, weiß auf tiefschwarzem Grund
hs.:GW M23649 = R 1818 = Sander 4602 = IGI 6469 = ISTC im00613800
u 37/38mm hs.: wie Nürnberg 7: Fratres Init. a. GW 3429/10. zu klären, ob identisch mit Init. l! wohl nicht!
v 34/35mm Lombarde (N) mit Perlen in doppeltem Rand
g1 32/34mm Buchstaben und ornamentales Blattwerk
weiß auf schwarz
g2 34/35mm 1490-1490 Buchstaben und Schlingengerank
weiß auf schwarz
GW 9333 = ISTC ie00047000

Personen, die mit dieser Offizin in Verbindung stehen

Silber, Eucharius

Literatur

  • Tinto, Alberto: Gli annali tipografici di Eucario e Marcelle Silber (1501-1527)