Heinrich Eggestein (Straßburg, Offizin 3)

1465-1483

Beschreibung

Hier auch H 15240

Neu: Übersichten des im GW nachgewiesenen Materials

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Das Type Network Tool visualisiert die gemeinsame Verwendung von Typen als Netzwerkdiagramm.

Typen

Type TW-ID M/Qu Nutzungszeit Beschreibung GfT
1:126G ma07165    M8, M27 und M15 (Gotico-Antiqua) 1466-1483
GfT 735
GfT 741
2:141G ma07166    M15, M8 und M7 (Gotico-Antiqua) 1468-1468 1. Zustand der Type
Lt Ohly: "Zahlreiche Ligaturen, wie die der nach rechts ausladenden b, d, h, p und v mit den Vokalen e und o sowie ci, cu, fi, fu, in, ni, ti, tu usw. Anschlußformen nach Gutenbergs Art bei i, m, n, p, r, t, u. Nur rundes h. Gerades und rundes d. ſ reicht nicht unter die Zeile."
Nach Ohly nur in der 41zeiligen Bibel und ihrer Bücheranzeige verwendet, d.h. 1468/1470
GfT 736
GfT 741
2*:129G ma07167    M15, M8 und M7 (Gotico-Antiqua) 1471-1471 2. Zustand von Type 2:141G
Nach Ohly die gleichen Merkmale wie Type 2:141G, aber deutlich kleinerer Kegel
Nach Ohly nur 1471 verwendet
2**:133G ma00944    M15, M8 und M7 (Gotico-Antiqua) 1468-1477 3. Zustand von Type 2:141G
Nach Ohly von Type 2:141G und Type 2*:129G v.a. durch die Kegelhöhe zu unterscheiden
In einigen Drucken leicht geschwänztes h als Nebenform zum runden h
Nach Ohly 1471-1477 verwendet
GfT 737
2***:133G ma07168    M15, M8 und M7 (Gotico-Antiqua) 1474-1483 4. Zustand von Type 2:141G
Nach Ohly die in den früheren Zuständen verwendeten Ligaturen meistens oder immer aufgelöst und keine Reste des Gutenbergschen Anschlußsystems
Überwiegend oder ausschließlich leicht geschwänztes h
Nach Ohly 1476-1483 verwendet
3:99G ma01062 M13 (Gotico-Antiqua) 1468-1472
GfT 738
GfT 741
4:99G ma00945      M9, M15 und M56 (M61) (Gotico-Antiqua) 1471-1473
GfT 739
GfT 741
5:93G ma07170   M13, auch M86 (Gotico-Antiqua) 1470-1483
GfT 740
GfT 741
GfT 1199
5*:96G ma12540 M13 (Gotico-Antiqua) 1472-1475 In der älteren Literatur aufgrund von Kegelhöhe und M-Form nicht von Type 1:96G bei Konrad Fyner (Esslingen, Offizin 1/2) unterschieden
V.a. die Minuskelformen weisen jedoch deutliche Unterschiede zu Type 1:96G bei Konrad Fyner (Esslingen, Offizin 1/2) auf: z.B. einfaches statt gewundenes x, rundes statt gebrochenes g (vgl. Scholderer, Ohly)
Zuweisung an Eggestein aufgrund der Ähnlichkeiten zu Type 5:93G
Ausschließlich in unfirmierten Drucken belegt
6:120G ma07171 M13 (Gotico-Antiqua) Zu streichen?
Ist = Type 1:120G bei Drucker des Henricus Ariminensis (Georg Reyser) (Straßburg, Offizin 5)
GfT 1199

Initialen

Initiale TW-ID Höhe Nutzungszeit Beschreibung GfT
a ma07169 80mm schwarz auf weiß
Buchstaben mit figürlichen Darstellungen und mit Inschriften
b ma07172 56mm 1480-1480 schwarz auf weiß
Kontur.Buchstaben auf (weiß auf schwarz) gemustertem Grund
c ma07173 225mm 1480-1480 Winkelleiste von Blattwerk
oben ein kauernder Mann mit zwei kleinen Wappen
d ma07174 55mm 1480-1483 Xylogr. Buchstabe (S)
Kalligr.
Verschnörkelt
Mit Kopfleiste daran (55 x 10 mm ohne Leiste)
1479 in Zürich bei Drucker des Albertus de Albo Lapide (Sigismund Rodt) (Zürich, Offizin 1) in M42449
Vgl. Initiale i bei Michael Greyff (Reutlingen, Offizin 1/3) (Nachschnitt oder abgenutzter Zustand)
e ma07175 50mm 1482-1482 verzierte Konturlombarden
h ma07178 5mm 1482-1483 Lombarden o.P
GfT 1199
f (= bb) ma07176 70/72mm 1483-1483 schwarz auf weiß
gemustert
hs.: (A), gemusterter Konturbuchstabe mit kurzer Kopfleiste
GfT 1199 ( dort als Init. bb)
g (= u) ma07177 25/28mm 1480-1483 schwarz auf weiß
Muster
hs.: Doppelkonturbuchst. auf weiß auf schwarz gemustertem Grund
GfT 1199 (dort als Init. u)
i (= aa) ma07179 33/35mm xylogr. Buchstabe
kalligr.
links in Randleiste auslaufend (95 mm)
Muster
GfT 1199: dort "aa"

Rubrikzeichen

Rubr. TW-ID Form Nutzungszeit Beschreibung GfT
α ma07180 normale Form Alm. 1483 [?]

Personen, die mit dieser Offizin in Verbindung stehen

Eggestein, Heinrich

Literatur

  • Ohly, Kurt: Eggestein, Fyner, Knoblochtzer. Zum Problem des deutschsprachigen Belial. In: Gtbg-Jb. 1962, S. 122-35.
  • Geldner, Ferdinand: Eggesteiniana. In: Beiträge zur Geschichte des Buches und seiner Funktion in der Gesellschaft. FS Widman. Hg. v. Swierk. Stuttgart: Hiersemann, 1974, S. 52-69.
  • Needham, Paul: A Gutenberg Bible used as printer's copy by Heinrich Eggestein in Strassburg ca.1469. In: Transactions of the Cambridge Bibliographical Society 9, 1986, S. 36-75.
  • Muller, Christine: L'impremeur strasbourgeois Heinrich Eggestein (XVe siècle): éléments de biographie. In: Anuaire de la Société des Amis du Vieux Strasbourg XXXIII (2008), S. 15-72.
  • Geldner, Ferdinand, „Eggestein, Heinrich“, in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 336 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd100965024.html