Johann Prüss (Straßburg, Offizin 14)

1478-1510

Typen

Type M/Qu Nutzungszeit Beschreibung
1:100G M57 1478-1486
1*:88/89G M57 1478-1489 Ähnlich Type 1:100G, aber kleinerer Kegel, W anders, f und Schaft-s ohne Unterlänge
2:180G M60 1484-1491 Auszeichnungstype
Rotunda
J nur mit einer Feder (vgl. GW 9131)
R wie halbes M
Wie Type 2:180G bei Drucker des Palude (Straßburg, Offizin 11*)
3:90G M21 1486-1490 Identisch mit Type 11:90G bei Peter Drach d.Ä. (Speyer, Offizin 3) (vgl. BMC I 118)
4:300G [M94A?] 1487-1500 Kanon- und Titeltype
Textura
5:150G M99 1487-1500 Textura
A1 mit Schnörkel und Querstrichen
Auszeichnungstype; größere Missaltype
Majuskeln wie Type 7:156G, aber abweichend von dieser mit Texturaminuskeln wie Type 9:150G
Bei den Majuskeln vereinzelt Einsprengungen aus Type 13:150G (v.a. A und D), die hier als Bestandteil der Type gerechnet sind und daher bei der Typenbestimmung nicht explizit erwähnt werden
Zum Typus vgl. Type 4:150G bei Johann Schönsperger (Augsburg, Offizin 13)
5*:G M21
6:150G M99 Textura
A2 mit Raute
Kleinere Missaltype
Majuskeln wie Type 13:150G, aber abweichend von dieser kleine Texturaminuskeln
i mit schrägem, abwärtsgerichtetem Punkt: ì
Wie Type 22:155G bei Peter Drach d.Ä. (Speyer, Offizin 3)?
Vgl. auch Type 11:156G bei Ludwig von Renchen (Köln, Offizin 23)
6*:112G M79I Zu streichen?
Vgl. Type 19:112G. Zu klären, ob die dieselbe Type gemeint ist!
7:156G M99 1487-1505 Rotunda
A1 mit Schnörkel und Querstrichen
h mit Ringelschwanz
D2 //, gebrochen
Größere Auszeichnungstype
Variante mit Texturaminuskeln als Type 5:150G verzeichnet
Majuskeln größer als bei Type 13:150G; Minuskeln größer, aber schlanker
8:80G M47 1487-1500 Haebler: Typenrepertorium Abt. I, Dr. Dt., S. 99, Nr. 14: hs.: 79/80
9:150G M68 1487-1510 Textura
Auszeichnungstype; größere Missaltype
Bei Haebler irrtümlich mit verzeichnet; eingesprengt wohl auch , vermutlich aus Type 7:156G bzw. Type 5:150G
Wie Type 19:155G bei Peter Drach d.Ä. (Speyer, Offizin 3), aber bei Drach Divis einfach und doppelt (steil)
10:65G M47 1489-1510 mit Type 11:71G
11:71G M49 1490-1493
12:93G M44 1492-1508 L mit Schnörkel
In einigen Drucken zwei Formen des G
Punkt klein u. auf der Basislinie
Erst im 16. Jh. mit langer abwärtsgerichteter Virgel
Unterscheidung von Type 12*:92/93G durch L, fehlendes U, Virgel, Divis und Punkt
Ähnlich Type 4*:94G bei Michael Furter (Basel, Offizin 12), Unterscheidung v.a. durch Virgel und Divis
12*:92/93G M44 1490-1500 L gefiedert
Sackiges D, Basislinie meist kürzer als bei Type 12:93G
Punkt mittelhoch
Selten eingesprengtes U1, leer (ähnlich wie bei Type 11:71G, aber vermutlich größeres Schriftbild)
13:150G M99 1488-1489 Rotunda
A2 mit Raute
D2 leer
Kleinere Auszeichnungstype
Majuskeln kleiner als bei Type 7:156G; die Minuskeln kleiner und etwas fetter
Variante mit kleinen Texturaminuskeln (16. Jh.?) als Type 6:150G verzeichnet
Maj. wie Type 11:156G bei Ludwig von Renchen (Köln, Offizin 23)
14:85R Q|u-E 1495-1500
15:210G M68 1490-1505 Titeltype
Textura
16:G M79 1488-1490 ist Type 1:109G bei Drucker der Copien (Basel, Offizin 7**)
17:G M49 1488-1488 Haebler: Typenrepertorium Abt. V, Erg. 2, S. 63, Nr. 14: hs.: fällt fort, ist Type 35:64G bei Johann Grüninger (Straßburg, Offizin 12)
18:94G M88 1490-1500
19:112G M79I 1488-1495 später (1499) als Type 4:112G bei Mathis Hupfuff (Straßburg, Offizin 21)
20:77G M97 1484-1484 Identisch mit Type 6:76G bei Johann Grüninger (Straßburg, Offizin 12)
Nur einmal verwendet, möglicherweise nur von Grüninger ausgeliehen
21:112G M88 1500-1510 A2 und U1 mit Doppelstrich nach rechts unten
P (klein) // mit Schnörkel
eingesprengtes zu kleines N (aus Typ. 12?) in M21467, h geringelt?
22:115G M13 siehe Type 1:115G bei Drucker des Entkrist (Straßburg, Offizin 2*)

Rubrikzeichen

Rubr. Form Nutzungszeit Beschreibung
α besondere Form 1489-1505 , klein, etwas hängend
zu Type 8:80G, Type 10:65G und Type 12:93G
β handförmig 1489-1499 zu Type 8:80G und Type 12:93G
γ besondere Form 1490-1500 , mittelgroß
zu Type 10:65G und Type 14:85R
δ besondere Form 1487-1499 , Punkt am Schweif und kurze Spitze
zu Type 14:85R
ε normale Form 1500-1500 mittel
zu Type 8:80G
ζ normale Form Sehne doppelt
GW 6167 = ISTC ic00240000: [nach 1500 (?)]
η normale Form 1488-1490 dick, Spitzen kurz
zu Type 19:112G
θ besondere Form 1500-1500 groß, dick
zu Type 12*:92/93G
Haebler: Typenrepertorium Abt. V, Erg. 2, S. 64, Nr. 14: hs.: (zweifelhaft), Peraudi: Resolutio
ι besondere Form 1499-1500 , mittel. groß, rund, dick
Type 8:80G
Type 12:93G
κ besondere Form 1491-1491 , groß, schlank
zu Type 18:94G
λ normale Form (ausgelassen!)
μ besondere Form 1500-1510 , klein
zu Type 10:65G
ν handförmig 1490-1499 große Hand mit 4 Fingern

Initialen

Initiale Höhe Nutzungszeit Beschreibung
a 40mm 1483-1497 Initial-(D) mit Kalenderbildern im Innern
vorher in Drucker der Copien (Basel, Offizin 7**)
vgl. GW 1444 = ISTC ia00516050
b 20/30mm 1483-1505 kalligr. verschnörkelte Buchstaben
grob
c 13/16mm 1483-1505 volle Lombarden, grotesk, mit Perlen
(s.a. Init. q; wegfallen?)
d 38mm 1483-1488 verzierte Kontur-Buchstaben
ohne Umrandung
e 242mm Winkelleiste aus Blattwerk
oben ein kauernder Mann mit zwei Wappenschilden
f 70mm 1484-1494 schwarz auf weiß
gemustert
Figur
g 40mm 1483-1495 Xylogr. Buchst.
Wie Initiale b, aber feiner
h 75mm 1483-1493 xylogr. Buchst.
kalligr.
verschnörkelt (D)
i 6/7mm 1487-1510 volle Lombarden mit und ohne Perlen
k 87mm 1483-1493 xylogr. Buchst.
kalligr.
(F)
l 20mm schwarz auf weiß
verziert
m 75mm xylogr. Buchst.
kalligr.
n 10/11mm 1500-1503 Lombarden
hs.: 16. Jh
o 20mm xylogr. Buchst.
kalligr.
hs.: 16. Jh.
p 62mm 1500-1500 schwarz auf weiß
gemustert
Figur
q 13mm 1486-1497 volle Lombarden mit Perlen
identisch mit Initiale c?
r 3mm 1490-1510 volle Lombarden
wie Initiale f bei Heinrich Quentell (Köln, Offizin 20)
s 50mm 1492-1496 xylogr. Buchst.
kalligr.
t 50/55mm 1478-1500 schwarz auf weiß
gemustert
Figur
hs.: ähnlich Initiale p:
(S) mit Chiffre P. A.
ohne Rand
(D) mit bildl. Darstellung mit Rand
u 20/22mm 1491-1491 volle Lombarden mit Perlen
v (nicht vergeben)
w (nicht vergeben)
x 40mm 1484-1484 schwarz auf weiß
gemustert
Figur
(M)
y 240mm Winkelleiste
Blumen
Blattwerk
oben zwei Wappenschilder, darüber Chiffre S. P
z 28/30mm 1478-1483 verzierte Konturlombarden mit Perlen
aa 30mm 1478-1483 schwarz auf weiß
Schraffen
bb 45mm 1500-1500 schwarz auf weiß
Muster
cc 92mm 1483-1484 xylogr. Buchst.
kalligr.
dd 28/30mm 1492-1500 xylogr. Buchst.
Choral
Auch im 16. Jh.? Vgl. VD16 ZV 22673, VD16 A 546
Gleich Initiale t bei Johann Grüninger (Straßburg, Offizin 12)?
Vgl. Initiale c bei Jakob Wolff (Basel, Offizin 9)
hs.: "lange Lombarden zur Notenschrift ohne Perlen" (evtl. weitere Reihe gemeint?)
ee 20mm 1503-1505 schwarz auf weiß
Muster
ff 18mm 1485-1485 xylogr. Buchst
gg 26mm 1485-1485 xylogr. Buchst
hh 140mm xylogr. Buchst.
kalligr.
verziert
ii 13mm xylogr. Buchst.
(P)
kk 27mm 1503-1505 schwarz auf weiß
Muster
Nachtr 5
ll 68mm 1500-1500 (P) mit Schulszene im Innern (zwei Schüler)
weiß auf schwarz
nach 1500?
mm 3/4mm 1491-1491 Lombarden ohne Perlen
wie Initiale g bei Heinrich Quentell (Köln, Offizin 20)

Titelholzschnitte

TH Höhe Nutzungszeit Beschreibung
(?) Hl. Sebastian (?) vor zwei Armbrustschützen [Jaeger]
(?) weibl. Gestalt (Madonna, allegorische Figur ?) im Blütenkranz neben Eichbaum, umgeben von drei Engeln, zwei knieende Figuren im Vordergrund. [Jaeger]

Personen, die mit dieser Offizin in Verbindung stehen

Prüss, Johann

Literatur

  • Zur Datierung vgl. Ziesche, Eva; Schnitger, Dierk: Datierung des Heldenbuchs aus der Untersuchung seiner Papiere. In: Litterae. Göppinger Beiträge zur Textgeschichte. 75/II (1987), S. 173-204.